Ultichess

Eine Partie notieren

Eine Schachpartie zu notieren ist eine wertvolle Gewohnheit, die jeder Spieler – Anfänger wie Fortgeschrittener – übernehmen sollte. Über die bloße Formalität im Wettkampf hinaus ermöglicht die Notation, jeden gespielten Zug exakt festzuhalten, die eigenen Entscheidungen zu analysieren, Fehler oder gelungene Ideen zu erkennen und vor allem Fortschritte zu machen. Durch das schriftliche Festhalten des Partieverlaufs entwickelt man einen aufmerksameren Blick, ein besseres Gedächtnis und ein tieferes Verständnis für die strategischen Mechanismen des Spiels.

Die Notation erfolgt mithilfe eines universellen Systems, der sogenannten algebraischen Notation, bei der jeder Zug durch eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen beschrieben wird, die den Koordinaten des Schachbretts entsprechen. Das mag zunächst technisch wirken, ist in Wirklichkeit jedoch eine einfache und logische Sprache, die mit der Praxis schnell ganz selbstverständlich wird.

Bei ULTICHESS haben wir an alles gedacht, um diese Praxis zu fördern: Unser Set enthält ein speziell gestaltetes Partieformular zum Notieren Ihrer Partien sowie einen stets griffbereiten Bleistift.

Ob um eine denkwürdige Partie noch einmal zu spielen, einen Sieg zu teilen oder einfach eine Eröffnung zu analysieren, an der Sie arbeiten – das Notieren Ihrer Partien macht jede Begegnung zu einer nachhaltigen Lernquelle.

Schaffen Sie Erinnerungen!

Die Arten der Notation

Vollständige algebraische Notation

Um einen Zug in der algebraischen Notation zu notieren, gibt man die Art der Figur an (durch ihren Buchstaben oder nichts im Fall eines Bauern), die Koordinaten des Ausgangsfeldes, die Bewegung („-“) oder die Schlagbewegung („x“) sowie die Koordinaten des Zielfeldes.

Die Züge werden durch einen Großbuchstaben für die ziehende Figur, gefolgt vom Zielfeld, angegeben.

Im Französischen verwendet man die Buchstaben R für Roi (König), D für Dame, T für Tour, F pour Fou und C pour Cavalier.
Im Englischen verwendet man die Buchstaben K für King, Q für Queen, R für Rook, B für Bishop und N für Knight (der Buchstabe K ist bereits für den König reserviert).

Beispiele:

  • e2-e4: Der Bauer zieht von e2 nach e4.

  • Cf6xe4: Der Springer von f6 zieht nach e4 und schlägt dabei eine nicht näher bezeichnete Figur.

Die Zugnummer wird nur für den Zug der Weißen angegeben und nicht für den der Schwarzen wiederholt. Der schwarze Zug folgt nach einem einfachen Leerzeichen. Für einen Partieanfang ergibt sich zum Beispiel:

  1. e2-e4 Cg8-f6

  2. d2-d4 Cf6xe4

  3. usw.

In diesem System sind einige Informationen überflüssig, was später zur Entwicklung einer vereinfachten Notation geführt hat.

Verkürzte algebraische Notation

Die verkürzte algebraische Notation, die heute am weitesten verbreitet ist, lässt das Ausgangsfeld und den Bindestrich für den Zug weg. Das oben genannte Beispiel wird somit zu:

  1. e4 Cf6

  2. d4 Cxe4

  3. usw.

Dieses System stößt an seine Grenzen, wenn zwei identische Figuren dasselbe Zielfeld erreichen können.
Beispiel: Stehen zwei Türme, einer auf e1, der andere auf a1, und man schreibt Td1, ist nicht klar, welcher Turm gezogen hat. Man muss daher ein Element des Ausgangsfeldes hinzufügen, um die Mehrdeutigkeit aufzulösen:

  • Ted1, wenn der Turm von e1 gezogen hat.

  • Besteht weiterhin Unklarheit, wird zusätzlich die Reihe angegeben:
    Zum Beispiel bei einem Turm auf d1 und einem Turm auf d3 schreibt man T1d2 oder T3d2.

Bei Bauernschlägen wird immer die Ausgangs­linie angegeben.

Beispiel:
2. exd5 usw.

Die en-passant-Schlagregel wird mit e.p. notiert.

Schach wird am Ende des Zuges mit einem „+“, Schachmatt mit einem „#“ gekennzeichnet.
Patt, Aufgabe und Remis (unabhängig vom Grund) haben kein spezielles Symbol und müssen ausgeschrieben werden.
Ein Remisangebot eines Spielers muss ebenfalls vermerkt werden und wird mit „(=)“ notiert.

Die kurze Rochade wird mit „O-O“, die lange Rochade mit „O-O-O“ notiert.